In letzter Zeit hörte ich bei meinen Gesprächen mit Rallyefahrern und Teams, wie toll es doch auf der Rundstrecke ist, wenn dort Catering für Sponsoren und Gäste zur Verfügung stehen und diese dort auch ihre Produkte präsentieren können. Für die Gäste ist es bequem, von dort aus auch direkt an die Rennstrecke zu gehen und ansonsten die Rennverlauf auf Bildschirmen in der Lounge verfolgen zu können. Verbunden mit den Kommentaren des Streckensprechers und Rundenzeiten direkt von der Zeitnahme.
Müssen die deutschen Rallyeveranstalter über neue Konzepte zu modernen Rallyes nachdenken? Auf jeden Fall. Wie wäre es mit attraktiven Serviceparks in Citynähe? Gepflastert, keine Schlammwüste bitte! So wie die Sachsen-Rallye mit ihrem Servicepark mitten in der Innenstadt in Zwickau? Dort wurde eine völlig neue Zuschauerklientel angesprochen, nämlich einfach ein Laufpublikum und auch Familien. Oder die Rallye Schweden in ihrer „Red Barn Arena“? Dort fahren die Boliden gleich 4 Mal an 4 Tagen des Rallye-Weltmeisterschaftslaufes durch die stadionähnliche Arena. Und mittendrin ein VIP-Zelt – bei Temperaturen von mehr als 20 Grad minus natürlich beheizt – in dem die Gäste bewirtet werden, mit Informationen versorgt werden und es nur 5 Schritte aus der Tür heraus bedarf, um direkt an der Piste Rallyeautos spektakulär über Kuppen springen zu sehen. Aufgebaut und betrieben durch den Veranstalter, können Sponsoren, WM-Teams und auch Zuschauen hier ihre VIP Tickets kaufen. Der Veranstalter liefert, Interessierte können sich in ein professionelles Umfeld einkaufen.
Mir ist schon klar, dass speziell das letzte Beispiel aus Schweden natürlich die „Elite-Version“ ist. Aber auch der Serviceplatz als zentrale Drehscheibe, ausgestattet mit Bewirtungsmöglichkeiten und Ausstellungsfläche für Sponsoren, sollte neue Möglichkeiten für moderen Rallyes bieten. Die Veranstalter der Hellendoorn-Rallye beispielsweise bekommen das ganz hervorragend hin. Am Samstagnachmittag nutzen hier Familien den Servicepark aus Ausflugsziel. Eine Show-WP in der Nähe – in Zwickau war es die „Glück-Auf-Brücke“ – Live-Übertragungen über großen Bildschirme mit fachkundigen Moderatoren, Stage-End-Interviews und Livezeiten? Leute, es ist alles möglich, die Technik ist vorhanden und kann mit wenig Aufwand eingesetzt werden. Zum Mehrwert für die Zuschauen, Sponsoren und Teams. Die Zeiten aus den 70er und 80er Jahren sind vorbei, Rallyes sind keine Zuverlässigkeitsfahren mehr, sondern Sprintrennen geworden. Wir alle, die wir unseren Rallyesport so lieben, sind gefragt, die Faszination zu den Menschen zu bringen. Mein Appell: Seid kreativ!
… und die fatale Frage an Lothar Bökamp, wie er zum Rallyesport gekommen ist.
Unser heutiger Gast fuhr bereits einen Toyota Yaris, als sein Vater noch den Toyota Corolla AE86 auf den Rallyepisten fuhr. Und auch bereits 2016 war er schon mit Hankook Reifen unterwegs, also eigentlich auch damals fast schon so, wie die WRC heute.
Nach seiner Yaris-Zeit wechselte er in den Opel Adam Cup in die ADAC Rallye Masters.
Zu Citroen wechseltet der Ende 2014, eher er ein Jahr später wieder zurück zu den Japanern wechselte, jetzt zu Subaru.
Ab 2019 bewegte er seinen Ford Fiesta in die höchste Klasse, damals die R5 – heute würde man Rally2 sagen. Hier fuhr er mit Beifahrern wie Dennis Zenz, Benedikt Preißmann, Lina Meter, Tobi Braun und Hanna Ostlender und auch Jara Hain.
Im letzten Jahr fand er seine Liebe zu Toyota zurück und legten sich den spektakulären Toyota GR Yaris Rally2 zu, mit dem er nun in 2026 die DRM bestreiten wird. Herzlich willkommen bei uns im Studio: Björn Satorius!
Zu Gast im Studio in dieser Folge ist Jara Hain, die auf dem „heißen Sitz“ von Albert von Thurn und Taxis die Pacenotes der 94. Rallye Monte-Carlo vorlas. Warum die Pylone im Hafenbecken von Monaco gerade mitten auf dem Kopfsteinpflasterstück platziert war, obwohl sich doch rundherum so schöner Rennasphalt befand. Was für Albert von Thurn und Taxis der Mitropa Rally Cup bedeutet und warum auch in diesem Jahr wieder mindestens 4 Läufe dort geplant sind. Und ihr erfahrt den Grund, weshalb Albert kein Rally1-Auto fahren möchte. Die Antwort auf diese Frage dürfte Euch überraschen.
In dieser Folge nehmen wir Euch mit in die Welt des Dennis Rostek. Er hat im letzten Jahr den Masters-Titel in der DRM eingefahren, eine Sonderwertung für Fahrer über 50 Jahre, und belegt außerdem in der Gesamtwertung der Deutschen Rallyemeisterschaft Platz 4 hinter Marijan Griebel, Philip Geipel und Julius Tannert. Und er ist zum 2. Mal hintereinander niederländischer Rallyemeister geworden. Wir nehmen Euch mit, wenn er auf die Anfänge seiner Rallyekarriere zurückblickt, über die Unterschiede zwischen Rennstrecke und Rallyepiste spricht und über den Status und die Zukunft des Rallyesports in Deutschland. Und wir erfahren, warum René Rast keine Rallye fährt und welche Aufgaben in seiner Agentur »Pole Promotion« auf ihn warten.
Ich hoffe, Ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und dass alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen sowie natürlich das wichtigste, Gesundheit!
Ich habe in der Zwischenzeit einiges an Housekeeping erledigt. Wie zum Beispiel meine Website „FOR RALLYE“ (www.r4llye.de). Viele von Euch kennen sie sicher, es gibt sie bereits im 6. Jahr. Bislang hat sie eher, man kann fast schon sagen, ein Schattendasein geführt. Als ich nun in die Analyse eingestiegen bin und mir die Zahlen angeschaut habe, war ich jedoch überrascht. Das Interesse für diese Seite ist wirklich groß und die Inhalte werden nachgefragt – egal ob Evergreens wie Termine im Meisterschaftskalender oder aktuelle Berichte zu Veranstaltungen oder exklusive Interviews. Und deshalb habe ich Website jetzt auf Vordermann gebracht und möchte sie als Ergänzung zum ANTRIEB Magazin nutzen, um hier für Euch aktuelle Themen behandeln.
Als ich an einem dunklen Winternachmittag durch die Timeline von Intagram scrollte, erreichte mich ein lustiges Bildchen von John Wheeler, der Konstrukteur des legendären Ford RS 200, der 1986 in der Rallyeweltmeisterschaft für Furore sorgte. Es ist ein von der KI erstelltes Foto von Stig Blomqvist und mir in einer weißen Winterlandschaft und er fragte mich in seiner E-Mail, ob wir beim Recce für die Monte seien. Haha … Die Grundlage war wohl ein Foto von Stig und mir beim Eifel Rallye Festival, dass dann das Motiv in die verschneite Berglandschaft verwandelt hat. Diesen netten Gag will ich Euch nicht vorenthalten:
Apropos Rallye Monte-Carlo: Als ich im Instagram-Feed auf Filmclips der Teams zu ihren Tests im realen Schnee stieß, dachte ich mir, Schade, dass Kalle Rovanperä nicht mehr mit dabei ist. Was wohl Jonne Halttunen jetzt macht? Ob ihm langweilig ist, weil er ansonsten ja ebenfalls in den französischen Seealpen unterwegs wäre? Gedacht, getan, ich habe einfach mal direkt per WhatsApp bei ihm nachgefragt. Und daraus entwickelte sich ein komplettes Interview, das ich exklusiv als Interview hier veröffentlicht habe. Ich war erstaunt, wie ausführlich er über seine Situation berichtet, ein bisschen Wehmut über seine Zeit mit Kalle in der WM klingt für mich hier und da auch durch und zum Schluss gibts noch einige „Quickys“, 8 ganz persönlichen Fragen und Antworten. Viel Spaß beim Lesen.
Ihr Freunde des Rallyesports, liebe Leser und Fans des ANTRIEB-Magazins,
ereignisreiche Zeiten – was für ein Jahr! Die letzte Ausgabe des ANTRIEB Magazins in 2025 ist ausgeliefert, also Zeit für einen persönlichen Rückblick auf das Jahr und ein dickes „Dankeschön“ an alles Leser des ANTRIEB und all diejenigen, die mit ihrer Anzeige den ANTRIEB in dieser Form erst ermöglichen.
seit der letzten Ausgabe des ANTRIEB Magazins sind wir zunächst bei der Rallye Ostwestfalen angetreten. Direkt vor der Haustür zu fahren, motiviert immer ganz besonders und auch die heimischen Fans haben es uns gedankt.
Porsche berichtet in einer Pressemitteilung über die Restaurierung eines 20 Jahre alter Carrera GT des Puerto-Ricaners Victor Gómez. Technisch wieder in den Neuzustand versetzt durch die Porsche Sonderwunsch Manufaktur, von der ich bisher nicht wusste, dass es so etwas bei Porsche gibt. Dabei erhielt das Auto ein Salzburg-Design, das an die legendäre Lackierung des in Le Mans siegreichen 917 von 1970 erinnert. Auch der Innenraum wurde individualisiert und mit rotem Alcantara sowie mattem Carbon veredelt.
das (Rallye-)Jahr 2025 ist quasi abgeschlossen. Für mich war es ein überaus erfolgreiches Jahr. Zum ersten Mal konnte ich vier Laufsiege innerhalb der Deutschen Rallye Meisterschaft erringen und mir vorzeitig und einigermaßen souverän zum fünften Mal den Titel sichern. Hinter diesen „Errungenschaften“ steckt eine Menge Arbeit – nicht nur von mir, sondern auch ganz vielen anderen Personen.