Die Marijan Griebel Kolumne im ANTRIEB #18
Liebe ANTRIEB Leser,
das (Rallye-)Jahr 2025 ist quasi abgeschlossen. Für mich war es ein überaus erfolgreiches Jahr. Zum ersten Mal konnte ich vier Laufsiege innerhalb der Deutschen Rallye Meisterschaft erringen und mir vorzeitig und einigermaßen souverän zum fünften Mal den Titel sichern. Hinter diesen „Errungenschaften“ steckt eine Menge Arbeit – nicht nur von mir, sondern auch ganz vielen anderen Personen.

Passend zur Weihnachtszeit, in der man sich gerne einmal reflektieren, innehalten und einfach DANKE sagen soll, möchte ich die Gelegenheit nutzen, dies bei all den Personen für ihr Engagement zu tun. Sei es meine Familie, die mir immer den Rücken freihält und hilft wo sie nur kann, meine vielen treuen Partner die mir seit Jahren zur Seite stehen oder die Jungs von Pole Promotion, die keine Arbeit und Mühen scheuen unsere Skoda Fabia RS Rally2 immer wieder perfekt vorzubereiten – ihr Alle seid ein Teil des Erfolgs und erneut Deutsche Meister geworden. Genauso gilt mein Dank den vielen ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren, ohne die all jene genannten Erfolge überhaupt nicht möglich wären. Zu guter Letzt gehört auch ihr, liebe ANTRIEB-Leser, als Enthusiasten und Unterstützer unseres schönen Sports selbst, mit dazu!
Da das Jahr 2026 unaufhaltsam näherkommt und vor nicht allzu langer Zeit auch der neue DRM-Kalender veröffentlicht wurde, werfen wir aber doch gerne auch direkt wieder einen Blick nach vorne. Wenig überraschend kehrt nach dem Aus der CER-Rallye die Traditionsveranstaltung 3-Städte wieder zurück in den nationalen Kalender. Weichen muss dafür die ELE Rally in den Niederlanden. Auch wenn die Veranstaltung dort soweit wirklich ordentlich war ist dies aus meiner Sicht eine nachvollziehbare Entscheidung. Bei sieben Läufen im eigenen Land bedarf es nicht zwingend einem Ausflug in den Nachbarstaat.
Über die erneut angewandte Regelung des Nominierens von sechs der sieben Läufe, von denen der Schlechteste dann noch weggestrichen wird, ergo fünf Läufe am Ende des Jahres in die Wertung einfließen, dürfte es schon gespaltenere Meinungen geben.
Kurz gesagt – ich finde die Lösung durchaus in Ordnung! Das Gros der Fahrer – mich eingeschlossen- lehnt sieben gewertete Läufe aus Budgetgründen ab. Bevor man nun eine der Veranstaltungen ganz aus dem Kalender wirft, dürfte die jetzige Regelung vor allem für den betroffenen Veranstalter selbst aber vermutlich auch für die Meisterschaft die bessere Variante sein. Ein Streichresultat kann Fluch oder Segen sein, das weiß man als Aktiver im Voraus nie wirklich. Zumindest verhindert es aber, dass man im Falle eines frühen Ausfalls ggfls. schon im April die Segel in Sachen persönliche Ziele (nahezu) streichen muss.
Apropos April. Die Pause von gut drei Monaten ist natürlich lang und nicht unbedingt wünschenswert. Grundsätzlich sollten wir aber froh sein, sieben bewährte, schöne Rallyes im Kalender zu haben und uns dann auf einen „heißen Herbst“ in Sachen DRM 2026 freuen. Wem die Pause dennoch zu lang ist, dem kann ich gerne ein paar schöne Rallyes im benachbarten Ausland in den Monaten Mai bis Juli empfehlen, egal ob als Teilnehmer oder Zuschauer. 😉
Doch zunächst einmal möchte ich Euch allen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue (Rallye-)Jahr wünschen. Genießt die Zeit, bis bald an den Wertungsprüfungen.
Bis dahin, Euer
Marijan Griebel
Foto: Lothar Bökamp // ANTRIEB.MEDIA


